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Häufig tauchen im Zusammenhang mit Synchronisierungswerkzeugen Fragen auf, die die Zeitumstellung auf Sommer-/Winterzeit oder die
Änderung der Zeitzone betreffen. Im folgenden sollen deshalb einige Grundlagen vermittelt werden, die zum besseren Verständnis der Arbeitsweise
von AlaskaSync beitragen sollen.
Nahezu jedes Synchronisierungstool ist darauf angewiesen, daß es von seinem Betriebssystem einige Informationen
über seine Dateien und Ordner bekommt. Die wichtigste Information hierbei ist der Zeitpunkt der letzten Änderung, die an einer bestimmten Datei vorgenommen wurde.
Mittels verschiedener Algorithmen, die von
Produkt zu Produkt sehr unterschiedlich sind, können die Synchronisierungstools daraus bestimmen, welche Dateien, kopiert, umbenannt, gelöscht oder überhaupt nicht angefaßt werden müssen, um die Datenbestände des
Benutzers zu synchronisieren.
Damit sind wir beim Dreh- und Angelpunkt - der Zeitinformation selbst. Innerhalb des Windows-Betriebssystems stehen verschiedene Zeiten zur Verfügung, die sich alle irgendwie von der
Systemuhr ableiten. Da haben wir zum Beispiel die Greenwich Mean Time (GMT). Das ist die Zeit, die für den Null-Meridian unseres Erdballs bestimmend ist. Sie wird auch Universal Coordinated Time (UTC) genannt. Dann
haben wir noch die lokale Zeit (Local Time, LT), die sich aus der Zeitzone errechnet, in der wir uns mit unserem Rechner befinden. Die Lokalzeit in den Breiten von Berlin ist im Winter GMT+ 1Stunde, während der
Sommerzeit GMT+ 2Stunden. Und zu guter Letzt gibt es da noch die Zeit, mit der das jeweilige Dateisystem intern arbeitet - die File Time (FT).
Jetzt wird es interessant. Denn wenn man das Betriebssystem nach
einem Dateizeitstempel fragt, wie es die meisten Synchronisierungstools machen, so bekommt man in jedem Fall eine GMT-Zeit gesagt, allerdings ist die Art und Weise, wie diese entsteht, sehr unterschiedlich.
Das FAT-Dateisystem von Windows 95/98/ME merkt sich bei jeder Änderung an einer Datei intern die jeweils gültige Lokalzeit.
Ist die Zeitzone von Berlin eingestellt und die Datei wurde um 14:45 Uhr Berliner Zeit zum letzten mal geändert, so merkt sich FAT eben diese 14:45 Uhr. Auf
Anfrage von außen gibt FAT dann ganz brav die GMT zurück, die allerdings durch zurückrechnen von der jeweils gerade eingestellten Zeitzone ermittelt wird. Nebeneffekt dieses Verhaltens - wenn zwischendurch mal eine
andere Zeitzone eingestellt wurde oder der Rechner automatisch auf Sommer/Winterzeit umgeschaltet hat, dann ist die zurückgegebene angebliche GMT prompt eine andere als zum Zeitpunkt des letzten Dateizugriffes.
Das Windows-NT-Dateisystem (NTFS) ist da schon etwas schlauer. NTFS merkt sich intern direkt die GMT. Demzufolge hat es dann keine Probleme, auch nach Zeitzonen- oder Sommer-/Winter- Zeitumstellung die richtige GMT zurückzugeben.
Übrigens sieht der Benutzer im Windows-Explorer immer die lokale Zeit, wenn er nach Dateizeiten schaut.
Wir sehen also, daß es unser armes Synchronisierungswerkzeug nicht leicht hat zu bestimmen, wann die
jeweiligen Dateien zum letzten mal geändert wurden. Vor allem wenn verschiedene Rechner mit unterschiedlichen Dateisystemen über ein Netzwerk verbunden sind, läßt sich nicht immer mit Bestimmtheit sagen, inwiefern dem
jeweiligen Zeitstempel zu vertrauen ist.
Seit der Version 3.00 enthält AlaskaSync einen Algorithmus, der eine automatische
Anpassung an die Zeitumstellung gestattet. Der Benutzer wird im Bedarfsfall kurz darüber informiert, daß eine automatische Anpassung empfohlen wird und kann diese bestätigen oder verweigern. Sollte der Benutzer die automatische Anpassung verweigern, so kann der Synchronisierungsvorgang etwas länger dauern, als gewöhnlich. Abgesehen davon, sind die Algorithmen von AlaskaSync so abgestimmt, daß es in den meisten Fällen nicht zu Problemen bei der Synchronisierung kommt. In den wenigen unklaren Konstellationen, die
auftreten könnten, wird AlaskaSync jedoch eine Synchronisierungsstrategie vorschlagen, die wieder zu einem konsistenten Synchronisierungszustand führt. |